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The daily Schaaf 10: Breaking the rulez with modular synths

This example shows the most important aspect of working with modular synths – breaking the rulez. In standard synthesizers you have basicly three different groups of modules: sound generators, sound shapers and modulators. In most cases they are connected in a fixed routing configuration. At a modular system, the routing is completely free and noone stops you from using a modulator as a sound source or an oscillator as a modulation source. In this example, I fed a LFO and the Gate output of a step sequencer as the sound source into the RT-451 filter for a rhythmic structure. I recorded two different rhythms with different tempos (breaking the rules II) and I fed the RT-311 swarm oscillator into the RT-451 filter in the third recording. Instead of using a complete voice structure with ADSRs and VCAs I simply controlled the volume of the oscillator with a fader on my mixing desk. All three recording tracks are processed with the new EFFEXX multi effect module RT-1701.

In diesem Beispiel geht es um den wichtigsten Aspekt bei der Arbeit mit Modularsynthesizern: Dem Brechen von Regeln. Bei Synthesizern kann man die einzelnen klangbestimmenden Module in drei Hauptgruppen unterteilen: Klangquellen, Klangveränderer und Modulatoren. Ferner ist sind die Verbindungen zwischen diesen Elementen in der Regel weitgehend festgelegt. Bei einem modularen Synthesizer nimmt der Nutzer die Verbindungen zwischen den Modulen selbst vor und entscheidet unabhängig der eigentlichen Bestimmung darüber, in welcher der eben aufgeführten Gruppe das Modul bei einer Klangeinstellung eingesetzt wird. In dem Beispiel oben gibt es drei aufgenommene Spuren. Als Klangquellen kommt zum einen der Gate-Ausgang eines Step-Sequenzers, zum anderen der Ausgang eines LFOs und als letztes der Swarm Oscillator RT-311 als Klangquellen zum Einsatz. Alle drei Spuren gehen über das RT-451 Multimode Filter in das EFFEXX RT-1701 Effekt Modul.

 

The swarm, the filter and the EFFEXX

The daily Schaaf 9: A chewing gum eating bullfrog in outer space

In this demo you are listening to our RT-451 multimode filter. This time I am not using the two filters for stereo filter effects. Instead of that I feed the output of filter 1 into filter 2 for a serial configuration. The sound source for this experiment is the swarm oscillator. I added some effects with the EFFEXX prototype.

In diesem Klangexperiment geht es vor allem um das RT-451 dual multimode filter. Bei diesem Beispiel nutze ich das Filter nicht in Stereo. Stattdessen wird der Ausgang des ersten Filters dem Eingang des zweiten Filters zugeführt. Sie laufen also in serieller Anordnung. Der Grundklang entstammt dem Swarm Oscillator RT-311. Mit dem EFFEXX Prototyp habe ich dem ganzen ein Effekthäubchen aufgesetzt.

 

Sound fart of the day 3: Big rooms in outer space


united-kingdom-flag-iconThis time I created some big spacey rooms for the Waldorf NW1 Wavetable Oscillator, the RT451 filter and the Doepfer A-155 step sequencer.  With all the different effects it’s more a space fart than a fart sound but who cares when it sounds like that. (I know, there is no sound in outer space at all.)

germany_textureDieses Mal habe ich den Waldorf NW1 Wavetable Oszillator, das Radikal RT-451 Multimode Filter und den Doepfer Eurorack Stepsequenzer A155 verwendet, um eine spacige Atmosphere zu schaffen. Dies gelang ausgerechnet über den Einsatz einiger Effektgeräte. Es ist seltsam, dass einem gerade begrenzte Räume mit Raumreflexionen und endlos langen Hallfahnen ein Empfinden von Weltraum vermitteln, obwohl dort nur eins herrscht – Stille.

Radikal Technologies Eurorack Demo

Gestern Nacht habe ich eine kleine Demo für den Oszillator und das Filter erstellt. Ich dachte, es wäre mal wieder an der Zeit. So richtig toll fand ich es nicht – aber ich dachte, ich lade es mal bei facebook hoch und schaue, was passiert. Auf facebook erhielt das Video sehr viele Views und Kommentare. Das zeigt mir wieder, dass ich auch in hundert  Jahren nicht verstehen werde, wie Musik und die Bilder dazu beschaffen sein müssen, wann und wo ich etwas hochladen muss, wie aufwändig das Video produziert sein muss etc., um ordentlich Views zu bekommen. Bei dem Video war es ein take, ein paar unschöne Stellen, die ich rausgeschnitten habe und fertig. Keine Titel, keine Kamerawechsel, kein Kaschieren von Schnitten – trotzdem kommt das Video gut an. Vielleicht liegt es ja daran, dass man von mir in diesem Video nur eine Hand zu sehen bekommt 😉

Nachdem es als Facebook Video jedenfalls erfolgreich war und am ersten Tage fast 1000 Views erhalten hatte, lud ich es auch auf youtube hoch. Dort ist es eher ruhig. Sollte ich künftig vielleicht eher Facebook eigene Videos erstellen und nicht mehr nur youtube Videos auf facebook verlinken? Ich weiß es nicht…

 

 

Radikal Technologies swarm oscillator.

RT-311 sound examples 2: Interpolating sequence

In this example you are listening to the RT-311 Swarm Oscillator interpolating patch, triggered by a one bar beatstep sequence. The interpolator is controlled by the RT-311 internal LFO. The external cv output of the interpolator controls the RT-451 for additional filter effects. After some dry bars I added some reverb and delay for a more cosmic experience 😉

The player above plays the mp3 version of the demo. You can download a  uncompressed wav-file version here!

 

Radikal Technologies swarm oscillator.

RT-311 sound examples: Scale experiments 1

In this example I am experimenting with the scale settings of the RT-311 swarm oscillator. The „swarm“ itself is not in use in this example – I am using the oscillators like two single oscillators. The LFO, that controls the pitch input, controls the cutoff frequency of the RT-451 multimode filter in the sawtooth section of this demo (starts at the half of the file). Setting the modulation depth of both filters in opposite direction creates this stereo animation.
At the end I am deactivating the scale quantizer so you can hear, what the oscillator would sound like without the quantizer.
I am using the tape delay setting of the soundcraft mtk mixer and feed the echo signal into the reverb fx of the second fx processor.

You can download the demo as a wav-file here!

 

 

 

Jörg Schaaf Studio 2016

Creating Kickdrums with the RT-451Dual Multimode Filter

Eurorack Modular RT-451 Kickdrum Patch

The patch creates a lot of different variations of a kick drum with just one filter, two envelopes and one VCA.


Für die Erstellung von Kickdrums mit dem RT-451 Filter bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zum Antriggern der Kickdrum habe ich im Schaubild oben ein USB MIDI Interface eingefügt. Das ist nicht unbedingt nötig. Zum Antriggern der beiden Hüllkurven reicht auch ein LFO oder ein Step Sequenzer. In meinem Audio Beispiel habe ich den Doepfer Stepsequenzer benutzt.
Den Mixer benötigen Sie eigentlich nicht. Er ist aber praktisch um den Ausgangspegel der Kickdrum zu regeln. Alternativ können Sie auch den zweiten VCA ohne Hüllkurvensteuerung verwenden, um den Pegel einzustellen. Da wir das Patch später vielleicht  um weitere Schlagzeuginstrumente ergänzen möchten, ist der Mixer aber ganz praktisch.
Für den eigentlichen Klang sind im Grunde nur die übrigen Module notwendig: ADSR, Filter, VCA, Multiples.

Doch zurück zum Rack in der Abbildung oben. Dot sehen Sie:

A-190-4 USB/MIDI CV Interface
1/2x RT-451 Multimode Filter
2x A-140 Hüllkurven
1/2x A-132 Dual VCA
1x A180-1 Multiples
1x A138 Mixer

Sie fragen sich sicherlich, wozu man in dem Patch zwei Hüllkurven braucht. Die Hüllkurven steuern drei Parameter. Zum einen die Tonhöhe des in Selbstresonanz schwingenden Filter und zum anderen den Lautstärkeverlauf. Der dritte Ziel-Parameter ist die Resonanz des Filters.
Wir haben das Filter darauf optimiert, dass man die Resonanz in einem sehr weiten Bereich steuern kann, ohne dass die Selbstresonanz einsetzt.  Das Filter wird in diesem Patch eigentlich als Sinuswelle missbraucht – die Selbstoszillation ist also ausdrücklich erwünscht. Mit dem Routen der langsamen Hüllkurve auf die Resonanz stellen wir sicher, dass der tiefe Sinus bis unten durchschwingt.  Zwei Besonderheiten gibt es bei den Hüllkurven zu beachten.

1.) Eine Hüllkurve wird in Stellung M und die andere in Stellung L benutzt, weil eine richtig kurze und eine relativ lange Ausklingzeit brauchen. Die lange Hüllkurve steuert den „Bauch“ der Kickdrum und steuert neben der Cutoff Frequenz des Filters die Resonanz und die Lautstärke im VCA. Die kleine Hüllkurve ist nur dafür da, der Kickdrum einen ordentlich Klick am Anfang zu verpassen. Deswegen wird die zweite Hüllkurve sehr kurz eingesetzt.

2.) Die A-180-1 Multiples bieten zwei Gruppen mit jeweils verbundenen Miniklinken-Buchsen.
Eine Gruppe verteilt das Gate bzw. den Trigger auf die beiden Hüllkurven Gate-Eingänge. Die andere Gruppe sorgt dafür, dass das Hüllkurvensignal der einen ADSR Schaltung auf alle drei Modulationsziele geführt werden kann: auf den ersten CV->Cutoff Eingang, auf den CV-Resonanz Steuer-Eingang und auf den VCA Steuereingang.

Die Modulargrid Abbildung oben können Sie per Klick vergrößern und die Audio datei gibt ihnen bereits einen Eindruck, welche Klangwelten Sie erwarten können. Das oben eingezeichnete Patch ist lediglich eine Grundeinstellung. Während des Abspielens variiere ich die folgenden Parameter:
Decay Time beider Hüllkurven.
EG-Depth beider Cutoff Steuereingänge.
Cutoff Frequenz.
Viel Spaß beim Nachprogrammieren!

Soundcraft Signature 22 MTK EQ und FX „Tweaking“

Kürzlich strukturierte ich mein Musikzimmer dahingehend um, dass ich meine Musik wieder „OTB“ – also außerhalb des Rechners abmischen und entzerren kann. Mir liegt die Bedienung eines analogen Pultes einfach mehr. Es kommt mehr Spontanität und Freude auf, wenn man direkt und ohne Umwege in des Klanggeschehen eingreifen kann. Ich habe mich sehr schwer getan, das richtige Mischpult für meine Zwecke zu finden. Meine Wahl fiel auf ein Soundcraft Signature 22 MTK Pult. Zum einen ist mir eine Lösung mit integriertem USB Multitrack Audio System sehr sympathisch und zum anderen ließ es sich mit seiner kompakten Größe perfekt in meinen Studio Aufbau integrieren. Bevor ich das Pult mit meinem Rechner verbunden hatte, war mir nicht bewusst, dass ich den Logic X Sample Buffer auf 32 Samples stellen könnte. Das hat mich endgültig überzeugt. Viele Kanäle mit 100mm Fadern, 2 semiparametrischen Mitten, 2 eingebaute Effekte, Hi Z Eingänge für Gitarre und Bass, Limiter in 8 Eingangsstufen und ein 22/24 Kanal Audio Interface für deutlich unter 1000 Ocken – da muss es doch einen Haken geben… Wahrscheinlich schon – aber ich habe ihn noch nicht gefunden. Klar, Bypass Schalter für EQs wären toll gewesen oder einzeln schaltbare 48 V Phantomspeisung oder ein Ein/Ausschalter – aber die Vorteile dieser Lösung wirken so massiv, dass ich jeden Tag ein Grinsen in mein Gesicht bekomme, wenn ich das Teil in meinem Musikzimmer sehe.

Das wichtigste an einem Pult ist natürlich der Sound. Da es verdammt viele Videos auf Youtube gibt, in denen man Leute über das Pult reden hört, aber wenige, die es auch tatsächlich vorführen, habe ich ein alternatives Video gemacht. In dem Video wird gar nichts erzählt. Stattdessen kann man die EQs und Effekte eine Viertelstunde lang auf verschiedenen Audio Signalen hören, die allesamt dem Spectralis, dem Schwarm Oszillator und dem Dual Multimode Filter entsprungen sind. Viel Spaß!

Den RT-311 Schwarm-Oszillator und das RT-451 Filter hört man übrigens ab ca. 6:12